COVID-19 und wie wir unsere Angestellten und die Flechterinnen schützen konnten
- Ueli Litscher
- 23. Okt. 2020
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Jan.
Die Pandemie hat nahezu jeden Bereich unseres Sozialunternehmens stark beeinflusst. Von der Produktion über die Logistik bis hin zum Verkauf ist nichts mehr so, wie es vorher war. Die aktuelle Situation zwingt uns dazu, grundlegende Anpassungen in unserer Arbeitsweise vorzunehmen, um unser Unternehmen weiterzuführen und gleichzeitig unsere Mitarbeitenden sowie die Flechterinnen zu schützen.

WomenCraft-Flechterinnen flechten von zu Hause aus
Unsere gewohnten Vertriebskanäle sind weitgehend zum Stillstand gekommen. Unsere Partnergeschäfte auf der ganzen Welt verzeichnen einen deutlichen Nachfragerückgang, da viele Läden schliessen mussten und Kundinnen und Kunden ihre Ausgaben auf das Nötigste konzentrieren. Zudem haben alle grossen Fluggesellschaften ihre Flüge von und nach Tansania eingestellt, was den Export kleinerer Sendungen über unseren lokalen Kurierdienst unmöglich gemacht hat. Deshalb prüfen wir derzeit Kooperationen mit anderen Kurierdiensten, die weiterhin Exportsendungen durchführen.
Nachdem wir die Entwicklungen früherer Ausbrüche in anderen Teilen der Welt aufmerksam verfolgt hatten, entschied sich WomenCraft, frühzeitig und entschlossen zu reagieren, sobald die ersten offiziellen Fälle in Tansania gemeldet wurden. Ziel war es, Mitarbeitende und Flechterinnen zu schützen und gleichzeitig zur Eindämmung der Verbreitung beizutragen. Besonders stolz sind wir darauf, dass unsere Mitarbeitenden und Flechterinnen eine führende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung von Schutzmassnahmen übernommen haben.
Bereits seit mehreren Wochen arbeiten Mitarbeitende in grösseren urbanen Zentren von zu Hause aus. In Ngara, wo sich unser Hauptsitz befindet, arbeiten die Teams in rotierenden Zweier-Schichten, um ausreichenden Abstand gewährleisten zu können. Im Büro wurden Handwaschstationen eingerichtet und Reinigungsmaterial sowie Schutzmasken bereitgestellt.

Normalerweise treffen sich die Flechterinnen in ihren Flechtzentren, um gemeinsam zu flechten. Aufgrund des Risikos von Gruppentreffen wurden diese Zentren geschlossen, und die Frauen wurden ermutigt, von zu Hause aus zu arbeiten. In Zusammenarbeit mit den Leiterinnen der Flechtgruppen wurden Informationsbroschüren über das Coronavirus und empfohlene Schutzmassnahmen an alle Gruppen verteilt.
Diese koordinierten Massnahmen haben bisher entscheidend dazu beigetragen, alle Beteiligten zu schützen und die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen. Wir beobachten die Situation weiterhin sehr genau und werden unsere Arbeitsweise laufend anpassen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Sicherheit unserer Mitarbeitenden und Flechterinnen zu gewährleisten.
Im Rahmen unserer Bemühungen, uns anzupassen und neue Wege zu gehen, bereiten wir derzeit die Lancierung von Onlineshops für die US- und EU-Märkte vor. In der Schweiz haben wir neu den Swahili Onlineshop lanciert, wo ihr unsere Körbe und weitere hochwertige Produkte von unseren Partnerprojekten in Tansania bequem nach Hause bestellen könnt. Vielen Dank für eure Unterstützung!




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